Das Museo Gregoriano Egizio wurde 1839 auf Initiative von Papst Gregor XVI. gegründet. Es beherbergt Denkmäler und Fundstücke aus dem alten Ägypten, die teils aus Rom und aus der Villa Adriana (Tivoli), wohin sie in der Kaiserzeit gebracht worden waren, teils aus Privatsammlungen stammen oder von Sammlern im 19. Jahrhundert erworben worden waren. Das Interesse der Päpste für Ägypten entstand durch die grundlegende Rolle, die diesem Land von der Heiligen Schrift in der Heilsgeschichte zugedacht worden war. Das Museum ist in neun Säle unterteilt, die durch einen weiträumigen Halbkreis unterbrochen werden, der sich auf die Terrasse der „Piniennische“ (Nicchione della Pigna) öffnet. Hier sind zahlreiche Statuen aufgestellt. Die beiden letzten Säle zeigen Fundstücke aus dem antiken Mesopotamien und aus Syrien-Palästina.